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Wettkampfbericht zum Herrenrennen beim Regionalligafinale in Bad Zwischenahn

Supporter Crew

Es ist gut, das letzte Rennen so zu gestalten, wie wir es am vergangenen Wochenende getan haben. Einfach noch einmal alles zu geben, alles herauszuholen, was in diesem Team in diesem Jahr steckte. Um es vorweg zu nehmen. Auch andere Rennen konnten erfolgreich gestaltet werden, obgleich die Platzierungen nicht immer die besten waren. Entscheidend ist auch, dass die Leute in den Rennen alles geben, was in ihnen steckt – und vielleicht sogar etwas mehr, wie z. B. am Samstag und Sonntag am und im Zwischenahner Meer.

Schwimmen

Das Ligafinale wurde in zwei Rennen durchgeführt. Zunächst Samstag, ein Swim and Run über 500 m Schwimmen und anschließende 3 km Laufen im Team. Leider war bereits die Startsituation extrem eng, so dass sich mehrere Reihen hintereinander aufstellen mussten. Wir kamen aber mit der Situation gut zurecht, wenngleich wir uns darüber ärgern mussten, dass zahlreiche Athleten vor der Wendeboje abkürzten, während einige von uns im Stau an der Boje festhingen. Trotzdem konnten wir als fünftschnellstes Team mit vier Startern losrennen, diese musste man versammeln, vorher durfte man nicht zum Laufen. Nur Erwin brauchte etwas länger. Matz und ich rannten ziemlich zackig an, hatten gute Beine – und wir wollten das Loch zu den vor uns laufenden Rostockern schnell schließen. Seppel hatte allerdings etwas Probleme unser Tempo mitzugehen, sodass schnell klar wurde, dass wir Erwin zum Laufen benötigen werden. Deshalb haben wir dann das Tempo kurz etwas reduziert, um Erwin in die Gruppe zu bekommen. Der war auch schon munter unterwegs und bahnte sich seinen Weg durch die Teams zwischen ihm und uns. Allerdings gelang dies nur mit größter Anstrengung. Erwin, der dann frohen Mutes bei uns antrabte, hatte auch nicht viel Zeit, sich über seine Aufholjagd zu freuen, denn Seppel fiel hinten heraus, weil wir das Gruppentempo sofort wieder forcierten, was Erwin zum fluchen und schnauben veranlasste. Uns gelang es dann, immer näher an die Rostocker und an Pro Enzym aus Hamburg heranzulaufen, so dass wir nach ca. 2 km Laufen an den Jungs hinten dran hingen. Frank bahnte uns dann links den Weg nach vorne an den Teams entlang und ich konnte Erwin vorbeischieben, wobei Matz nach hinten „absicherte“. Uns war in diesem Moment schon klar, dass wir nicht so schlecht unterwegs waren, befanden sich vor uns nur noch die Itzehoer Jungspunde (im Vergleich zu uns ;-)) und die über die gesamte Saison schon starken Wolfsburger. Diesen Platz verteidigten wir – wenn auch hauchdünn – bis ins Ziel. Mit der Gewissheit, gut drauf zu sein, haben wir uns dann noch auf die Räder gesetzt und sind einmal den Radkurs locker abgefahren. Naja, locker vielleicht nicht ganz ;-). Aber es hatte schon jetzt saumäßig Spaß gemacht, im Team über den Kurs zu ballern.

Radfahren

Sonntag erfolgte dann der Sprint (0,75 km Schwimmen, 27 km Radfahren, 5,4 km Laufen) als Jagdrennen in den Abständen vom Swim & Run. Wir konnten also als drittes Team starten. Unsere Taktik, in Einerreihe zu schwimmen und Erwin hinter Seppel und Frank zu positionieren mit Matz als Absicherung am Ende und mir als Führung vorne, ging auch ganz gut auf. Zumindest etwa 200 m, denn dann mischten uns die Rostocker und Hamburger auf, so dass wir unsere Formation verloren. Zum Glück konnte ich im Gewusel Erwin und Matz ausfindig machen und mich dann im zweiten Teil der Schwimmstrecke immer vor Erwin positionieren, um ihn zu entlasten. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings die Hamburger schon deutlich nach vorne enteilt. Nach einem halbwegs schnellen Wechsel konnten wir daraufhin mit Tuchfühlung zu den Rostockern losfahren und diese bereits nach 2 km überholen. Pro Enzym war in der Ferne zu sehen und unser nächster Fixpunkt für die kommenden zwei Runden. Was dann kam, war allerdings das härteste Radfahren, das ich seit längerem gemacht habe. Wir haben uns so absolut nicht geschont und sind sofort Vollgas losgeballert. Dabei harmonierten wir sehr gut, nur an manchen engeren Kurven, mussten wir etwas aufpassen, dass niemand hinten herausfällt und etwas warten. Die Führungsarbeit wurde durchgehend gewechselt, wobei mein Powermeter auch im Windschatten selten weniger als 260 Watt anzeigte, während vorne immer um die 400 Watt gefahren wurden. So brannten wir die schnellste Zeit aller Teams in den Asphalt und konnten sogar noch die Hamburger am Ende der zweiten Runde überholen und vor dem Wechsel etwas distanzieren. Seppel gab dann auf dem Weg zur Wechselzone nochmals richtig Gas, aber meine Radbeine waren zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich tot, sodass ich froh war, das Abspringen noch koordiniert zu bekommen. Der dann folgende Lauf fühlte sich auch nach hartem Radfahren an, war das Laufgefühl erst ab der zweiten Runde da. Matz musste auch mit festen Waden kämpfen, Erwin kämpfte eh, weil Kampfsau, während Frank und ich vorne die Pace machten, freilich auch nicht taufrisch. Die Hamburger waren nach hinten zwar noch in Sichtweite, überraschten (vielleicht auch sich selbst) mit origineller Taktik. Denn einer ihrer Starter enteilte den drei anderen, überholte uns, was wir zum Anlass nahmen, seine Tempoarbeit für uns zu nutzen, um ihn dann zur zweiten Runde deutlich zu distanzieren. Richtig schön war es dann, als wir gemeinsam realisierten, dass von hinten nichts mehr zu erwarten war. Wir haben uns hier einfach gefeiert, haben versucht, schön zu laufen ;-) und hier und da schon einmal den Schaum aus dem Gesicht gewischt.

Laufen

Dass wir als drittes Team überzeugt haben, hat uns gezeigt, dass wir mithalten können. Wir haben es doch noch geschafft, weiter vorzurücken in der Endabrechnung. Nämlich bis auf den sechsten Platz und damit in das stärkste Drittel unter 21 Mannschaften. Das hat Mut und Lust gemacht für eine weitere Saison in der Regionalliga. Besonders toll war aber, dass wir mit so vielen Jugendlichen und Supportern angereist waren, die größtenteils sogar selbst gestartet sind und nun an der Strecke standen und uns nach vorne gepeitscht haben. Das bringt immer wahnsinnig viel für die Athleten auf der Strecke! Ein Wehrmutstropfen wäre allerdings dann, ohne die Damen zu den Rennen fahren zu müssen. Denn diese konnten sensationell die Tageswertung für sich entscheiden und das Aufstiegsrecht für die zweite Bundesliga sichern.

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