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Das Damenrennen beim Regionalligafinale in Bad Zwischenahn - Beeke berichtet

Supporter Crew

2015: Der erste Start in der Landesliga. 2016: Landesmeister und Aufstieg in die Regionalliga – spätestens hier waren wir uns sicher, wir wollen einfach die Klasse halten und nicht wieder absteigen! Dass wir nun beim Ligafinale in Bad Zwischenahn als Titelaspiranten, an Tabellenplatz 2 liegend, an den Start gehen werden, haben wir uns nicht im Entferntesten vorstellen können. #coachjohnny wird sagen: „Mädels, ich wusste das von Anfang an!“ laughing

Schwimmen

Das Ligafinale bestand aus zwei Teilwettkämpfen: Einem Swim & Run (500m/3km) am Samstagabend und einer Sprintdistanz als Teamwettkampf (750m/27km/5,4km) am Sonntagvormittag. Am Samstag konnten wir bereits unsere ganze Schwimmstärke ausspielen. Wir erwischten alle (Toni, Lena, ich und auch Hanna) einen guten Start und kamen an den Positionen 1, 4, 5 und 17 aus dem Wasser. Da wir bereits zu dritt auf die Laufstrecke durften, ließen wir Hanna zurück und liefen als erstes Team aus der Wechselzone. Was wir beim Schwimmen alles an Zeit rausholen, büßen wir beim Laufen allerdings häufig wieder ein. Aber als Team konnten wir einen eher schlechten Tag meinerseits mit ziehen, schieben und gelegentlichen Anfeuerungen relativ gut kompensieren. Wir mussten uns den Itzehoerinnen und den Kaifu-Mädels allerdings geschlagen geben und landeten auf Rang 3. Auch Hanna kam mit einer starken Laufleistung gar nicht so weit nach uns ins Ziel.

Radfahren

Mit knapp 45 Sekunden Rückstand auf Itzehoe und 10 Sekunden auf die Kaifus ging es dann am Sonntag über die wirklich finale Sprintdistanz. Bereits vom Wettkampf in Itzehoe, den wir (für uns) überraschend gewinnen konnten, wussten wir, dass wir mit einem starken Schwimmen diese Abstände im Wasser relativ schnell egalisieren werden. Diesbezüglich hatten wir im Vorfeld bereits beschlossen, zu dritt an den Start zu gehen und Hanna separat über die Sprintdistanz (7. Platz) starten zu lassen. Ähnlich wie in Itzehoe (Nidia wurde durch Toni ersetzt), schwammen wir in Einerreihe mit mir in der Führung und Toni und Lena dahinter. Unser Plan ging voll auf, denn bereits vor der ersten Boje, nach ca. 300 m, hatten wir die Itzehoer Mädels eingesammelt. Mit über einer Minute Vorsprung wechselten wir aufs Rad. Aufgrund der extremen Laufstärke der Itzehoerinnen wussten wir, dass wir auf dem Rad richtig Gas geben mussten, um unseren Vorsprung weiter auszubauen. Das Teamzeitfahr-Training der letzten Wochen hat sich voll ausgezahlt und wir haben, ich möchte sagen perfekt, agiert. Die Führungswechsel haben super funktioniert und wenn man sich im Team ohne Worte versteht, hat man wohl einiges richtig gemacht und es bringt auch noch extrem viel Spaß. Wir erreichten einen 38er-Schnitt und konnten weitere 2 Minuten Vorsprung herausfahren. 3:30 min Vorsprung für 5,4 km laufen hört sich viel an, wir wussten aber, die brauchen wir, um nicht von Itzehoe überrannt zu werden. Als kurze Nebeninfo: Wichtig für das Aufstiegsrecht war es, dass wir vor Itzehoe ins Ziel kommen, denn andernfalls hätten wir im Gesamtranking die Platzierungen getauscht. Die Kaifus lagen zwar in der Tabelle vorn, haben aber bereits ein Team in der 2. Bundesliga und dürfen somit nicht aufsteigen. Damit ist der 2. Platz aufstiegsberechtigt.
Nun fanden wir uns also weit in Führung liegend auf der Laufstrecke wieder und mussten nun irgendwie versuchen, diesen Lauf so gut es geht hinter uns zu bringen. Wenn man dort hinter dem Führungsrad herläuft, liebäugelt man ja doch mit dem Sieg. Und wie es häufig so ist: Mal hat die eine einen schlechten Tag und mal die andere. So erwischte es am Sonntag Toni. Aber wo ein Team ist, ist auch ein Weg und so versuchten Lena und ich, sie mitzuzerren. Nach der ersten Laufrunde kamen dann – wir haben es befürchtet – die Itzehoerinnen von hinten angeprescht. Den Abstand konnten wir allerdings nicht ganz genau ausmachen. Kommunikation ohne Worte funktionierte auch hier – es musste nichts gesagt werden. Wir hatten allesamt den gleichen Gedanken im Kopf: „SCH…., die kommen!“ Devise: Weiterlaufen und gucken, was geht!!! Wir haben eigentlich damit gerechnet, dass sie jeden Moment kommen werden. Die Strecke war teilweise aber sehr gut einsehbar und man konnte die drei Mädels nicht sehen. Ich schaute immer wieder auf meine Uhr, noch 500 m und sie sind IMMERNOCH nicht da! Währenddessen kamen uns die Männer entgegengerannt und brüllten uns zu. Überall an der Strecke verteilt wurden wir angefeuert, besonders von unseren vielen mitgereisten VereinskollegInnen. Das macht so viel aus! 

Etwa 150 m vorm Ziel haben auch wir begriffen, dass wir uneinholbar sind. Jetzt Achtung, es wird schnulzig :D Ich kann in diesem Fall nur für mich sprechen, aber bei mir machte sich wirklich ein Kloß im Hals breit und ich hab gedacht: Das passiert jetzt gerade nicht wirklich. Wir nahmen uns an den Händen, rannten schreiend über die Ziellinie – 40 Sekunden vor Itzehoe – und fielen uns in die Arme! Die Kaifus landeten auf Platz drei und so konnten wir unseren zweiten Platz in der Tabelle behaupten.

Laufen

Über die ganze Saison haben wir als Team so tolle Leistungen erbracht. Tina, Steffi, Hanna, Nidia, Toni, Lena und ich, wir haben immer unser Bestes gegeben. Jede von uns hat ihren Teil dazu beigetragen, dass uns nun die Tür in die 2. Bundesliga offen steht! Nicht zu vergessen, Jonathan, der uns die ganze Saison als Coach unterstützt hat. Danke wink

Begreifen können wir das, glaube ich, immernoch nicht ganz, aber ich bin extrem stolz auf uns.

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