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Nidia Ruiz Porath berichtet vom zweiten Bundesligarennen in Jena

Fünfter Platz im jenenser Paradies

2018_07.05_Ein Team

"Für Jena bringen wir dich wieder in Topform", hieß es zu dem Rahmentrainingsplan nach dem Saisonvorbereitungstrainingslager auf Mallorca, das für mich leider mit einem gebrochenen Ellenbogen endete…

Am 16.06. war es dann soweit und es stand die Anreise nach Jena vor der Tür. Aber bevor die Räder und Koffer verladen wurden, wurde erstmal der Einsatz und die Hingabe von unserem Coach Johnny, der uns nun an seinem Geburtstag durch Deutschland kutschieren wollte, mit einer kleinen Geburtstagsüberraschung gewürdigt. Nach ein paar Schwierigkeiten bei der Anfahrt zum Hotel kamen wir dann nach knappen 6 Stunden im schönen Paradies von Jena an.

Da ich dieses Mal mit meinen 22 Jahren Team-Mama von unserem durchschnittlich 17,7 Jahre alten Start-Kader aus Franka, Tessa und Lea war, hatte ich die Ehre die Teamleiterposition von Beeke übertragen bekommen zu haben und musste deshalb erst einmal zur Teamleitersitzung. Währenddessen machten unsere beiden Supporterinnen, Toni und Frederike, mit den anderen drei Starterinnen schonmal das Wettkampfgelände ausfindig. Auf dem Rückweg von der Besprechung stieg dann bei mir die Anspannung, was auch der Coach zu spüren bekam, dem ich auf dem Rad angeblich davongerast sei…Ich glaube aber, so ein bisschen Anspannung und Fokussierung auf den Wettkampf ist auch in Ordnung und gut, um ein ordentliches Rennen zu machen. Schließlich war ich ja in Topform und hoch motiviert, das Training jetzt auch mal im Wettkampf umsetzen zu können;)

Zurück im Hotel gab es dann leider ein kleines Drama, weil Tessas Vorderrad mit rissigem Mantel und verklebter Felge nicht wirklich auf Wettkampftauglichkeit gecheckt war… kleiner Anfänger-Fehler, der sicher nicht wieder passiert und durch meisterhafte Schrubb-Arbeit von Toni und Jonathan ganz gut gelöst werden konnte.

Beim Frühstück am Wettkampftag mussten zunächst noch ein paar kleine Aufregungstränen vertröstet werden, aber insgesamt war die Stimmung bei allen sehr positiv und motiviert!

Nach einer eher unspektakulären Teampräsentation aller Bundesligateams, ging es um 10:55 Uhr dann für uns an den Start.

Nachdem die ersten drei Teams der Tabelle sich einen Startplatz aussuchen durften, ging es für die restlichen 9 Teams, inklusive uns, an die Startlinie und der Startschuss erklang. Dem gefürchteten Gekloppe konnte ich trotz kurzzeitig abgeflogener Schwimmbrille zum Glück ganz gut entkommen und nur Franka hatte von uns im mittleren Feld mit Schlägen zu kämpfen. Es mussten zwei Runden mit einem Landgang geschwommen werden. Das Schwimmniveau in der 2. Bundesliga war wie erwartet deutlich höher, als noch in der Regionalliga, und ich musste zum Ende der 750m leider etwas zur fünfköpfigen Spitze reißen lassen. Die Führungsgruppe in Sichtweite, wechselte ich dann aufs Rad, wobei mir leider ein ziemlich ärgerliches Missgeschick passierte und mein rechter Radschuh beim Aufstieg abfiel und ich die führende Radgruppe verpasste. Nach einiger Zeit im Duo mit der späteren Siegerin, schloss die Verfolgergruppe dann zu uns auf. In diese hatte es auch Lea nach einem starken Schwimmen geschafft. Und auch Tessa und Franka hatten das Glück beide zusammen in eine große Radgruppe gekommen zu sein. Franka und ich arbeiteten viel, um unsere Gruppen im Feld weiter nach vorne zu bringen und so gelang es der Gruppe von Lea und mir nach den vier Radrunden bis auf 15 Sekunden auf die Spitze aufzuschließen. Es war also quasi alles offen und Lea hatte auch noch gute Beine nach dem Radfahren und konnte ihre starke Laufform zeigen. Ich musste leider merken, dass mich die Aufholjagd auf dem Rad leider viel Energie gekostet hatte, sodass ich nur schwer ins Laufen kam. Bei der dritten Disziplin startete Franka, aka Speedy, dann ihre wahnsinnige Aufholjagd und lief mit der letztlich zweitschnellsten Laufzeit des Feldes aus der dritten Radgruppe bis auf Platz 5 vor! Lea finishte ihren starken Lauf mit dem 13. Platz. Da mir für die letzte Disziplin einfach die Kraft fehlte, fiel ich leider auf Platz 28 zurück. Kurze Zeit später kam auch Tessa als 37. von insgesamt 43 Starterinnen ins Ziel, wo wir schließlich unseren ganzen lieben Supportern wieder in die Arme fallen konnten.

Insgesamt erreichten wir damit den erstaunlichen 5. Platz in der Tageswertung und konnten nach diesem zweiten Wettkampf der Saison somit auf Platz 6 in der Tabelle hochklettern. Irgendwie können wir mit unserem Team scheinbar wirklich in dieser Liga mitmischen und brauchen uns keineswegs verstecken, was wir uns am Anfang der Saison alle sicher noch gar nicht so vorstellen konnten.

Für mich zeigte sich, dass ein erfolgreiches Rennen nicht allein durch ein top Training garantiert werden kann, sondern es gerade bei den windschattenfreigegebenen Bundesligarennen auch eine Frage der Taktik ist.

Ein riesen großes Dankeschön für den tollen Support an unsere Freunde aus Bargteheide, alle die von Lüneburg aus mit uns mitgefiebert haben und den mitgereisten Unterstützern, meiner Family, unserem Coach Johnny, Toni und Frederike und natürlich an unsere Sponsoren! Ohne euch wäre so ein erfolgreiches Wochenende nicht möglich und es würde alles nur halb so viel Spaß machen…

Ich freue mich schon riesig auf unsere weiteren Wettkämpfe in Grimma, Verl und Hannover!

 

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